Implantatassoziierte Infektionen stellen eine der größten Herausforderungen in der modernen Orthopädie und Traumatologie dar. Sie entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Biomaterial, Mikroorganismen und Immunantwort. Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Prävention, Diagnose und Behandlung solcher Infektionen mit translationalem und interdisziplinärem Ansatz - von der Grundlagenforschung im Biofilm-Labor bis zur klinischen Anwendung.
SCHWERPUNKTE
- Biofilm-Bildung auf orthopädischen Implantaten und weiteren Biomaterialien
- Entwicklung und Testung neuer antimikrobieller Strategien (z. B. Antibiotika-Freisetzung aus Knochenzement, Enzym-basierte Therapien, Hydrogele)
- Wirts-Mikroben-Interatktionen: Rolle von Immunantwort, Portein-Corona, Mikrobiom und "Terrain"-Faktoren bei Infektionen
- Präventionsstrategien und Optimierung von Risikofaktoren vor endoprothetischen Eingriffen
LEISTUNGSSPEKTRUM
- Standardisierte In-vitro-Modelle für Biofilm-Untersuchungen
- Morphologische und quantitative Analysen (Kristallviolett, Viabilitäts-Assays, qPCR)
- Hochauflösende Bildgebung: Konfokalmikroskopie und Elektronenmikroskopie (SEM)
- Molekulare Methoden: PCR, DNA- und RNA-Sequenzierung
- Anaerobe und aerobe Fluss-Umgebungen für realistische Infektionsmodelle
- Testmöglichkeiten nicht nur für orthopädische Infektionen, sondern auch in anderen Bereichen: Katheterinfektionen, vaginale Infektionen, Darm-Gelenk-Achse sowie dysbiosebedingte Implantatinfektionen
- Kooperationen mit Industriepartnern und akademischen Einrichtungen zur Entwicklung innovativer Biomaterialien
- Wissenschaftliche Beratung, Weiterbildung und Vorträge für Fachkreise


