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Knochenmetastasen - Tochtergeschwülste

Hintergrund und Entstehung von Knochenmetastasen

Knochenmetastasen entstehen, wenn sich Krebszellen abseits des ursprünglichen Tumors im Körper ausbreiten, sich im Knochen ansiedeln und dort weiter teilen. Von 100 Menschen, die an einem Krebsleiden versterben, zeigen sich bei 35 Patienten Knochenmetastasen. Mehr als 16 % der Karzinome metastasieren häufig in das Skelett. Die häufigsten Knochenmetastasen gehen vor allem vom Brustkrebs (25 %), dem Nierenkarzinom (20 %), dem Bronchialkarzinom (14 %) sowie dem Prostatakarzinom aus. Die Mehrzahl der Knochenmetastasen sind osteolytisch, das heißt sie zerstören Knochengewebe und können so zur Schwächung des Knochens beitragen oder gar zu Knochenbrüchen führen. Das Prostatakarzinom macht jedoch vor allem osteoblastische Läsionen, es kommt zur Knochenverdichtung. Andere Krebsformen wie das Mammakarzinom zeigen typischerweise Metastasen vom gemischten Typ: knochenverdichtend und knochenauflösend. Das typische Erkrankungsalter liegt bei Männer im sechsten Lebensjahrzehnt, bei Frauen im fünften Lebensjahrzehnt. Oft muss man eine Probengewinnung zur Klärung des Ursprungs der Metastase vornehmen.


Indikation zur operativen Therapie von Knochenmetastasen

Die typischen Indikationen für die operative Therapie der Sekelettmetastase sind dabei die Versorgung drohender oder eingetretener Knochenbrüche, Instabilitäten der Wirbelsäule, der konservativ nicht beherrschbare Schmerz, neurologische Ausfälle oder in Einzelfällen, gerade beim Nierenzellkarzinom, auch eine heilende Therapie. Wird eine Knochenmetastase bei einem Patienten festgestellt, muss in den meisten Fällen eine weitere Abklärung mit Röntgen, Computertomographie (CT), eventuell auch eine Magnetresonanzuntersuchung, eine Sonographie, eine Skelettszintigraphie, eine Blutuntersuchung und eine PET-CT durchgeführt werden. Viele Patienten zeigen zum Zeitpunkt der Diagnose leider schon mehrere Metastasen. Hier steht vor allem die Stabilsiierung des Knochens, die Schmerztherapie und die Vermeidung von neurologischen Ausfällen (Lähmungen, Blasen-, Mastdarmlähmungen) im Vordergrund. Knochenmetastasen können je nach Ausdehnung auch bestrahlt oder medikamentös behandelt werden. Die Entscheidung welche Therapie angewandt wird, wird durch ein interdisziplinäres Tumorboard bestehend aus Orthopäden, Plastischen Chirurgen, Onkologen, Radiologen, Pädiatern, Pathologen und Ärzte der jeweiligen Fachdiszplin für jeden patienten individuell bestimmt. Typischerweise treten Komplikationen durch Knochenmetastasen im Bereich der Wirbelsäule, des Beckens und der Beine häufiger auf. In diesem Fall wird dem Patienten oft schon früher zur Operation geraten, um schwere Folgen zu vermeiden. Die Kenntnis der Grunderkrankung und die Erfahrung des behandelnden Arztes tragen hier sehr viel zum Therapieerfolg bei. 


Operative Therapie von Knochenmetastasen

Häufig wird bei Knochenmetastasen der Arme oder Beine eine Verplattung, eine Nagelung oder eine Verschraubung durchgeführt, wenn Bruchgefahr besteht. Auch hier gibt es gewebeschonende Maßnahmen, bei denen es möglich ist eine Knochenstabilisierung durch ein Implantat durchzuführen, dass nur durch einen kleinen Stich in der Haut eingebracht wird. Die Univ.-Klinik für Orthopädie und Traumatologie führt dieses Verfahren als einiges der wenigen Krankenhäuser in Österreich durch. 

Bei einzelnen Metastasen wird eine großzügige Entfernung der Metastase durchgeführt und der entfernte Knochen durch eine Tumorendoprothese ersetzt. Für den Erfolg der durchgeführten Operation ist eine zusätzliche Strahlentherapie und / oder Chemotherapie oft entscheidend. 


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